Europa 1750. Die katholischen Klöster erleben eine bespiellose Hochblüte. 25.000 Ordenshäusen und 350.000 Mönchen und Nonnen prägen als Lehrer, Gelehrte, Priester, Missionare, Grundbesitzer, Bauherren und fürstliche Berater das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Deutschland und Österreich, in Frankreich, in Spanien und Portugal. Viele von ihnen sind wohlhabend, wie die Benediktiner, die Zisterzienser, die Augustiner oder Kartäuser, manche bleiben Bettelorden . Im gesamten sind sie aber Grundbesitzer und Herren über Millionen Bauern, sie besitzen Höfe und Wälder, sie bauen Vorstädte auf, produzieren und verkaufen Bier, Wein und Schnaps und übernehmen die Aufgaben einer Bank. Aber sie verstrickten sich auch in religiöse, wirtschaftliche und politische Kontroversen, die im Zuge der Aufklärung und der Französischen Revolution zu ihrer Zerstörung führten. Das reich illustrierte Werk stützt sich auf unbekanntes Quellenmaterial, das den Text durch authentische Zitate und unterhaltsame Anekdoten belebt.
Prof. Derek Beales Derek Beales ist em. Univ.-Prof. für Neuere Geschichte der Universität Cambridge. PressespiegelDer emeritierte Cambridge-Professor Derek Beales hat mit diesem reifen Werk, auf Jahrzehnten des Studiums aufgebaut, eine weit reichende Aufwertung der geschichtlichen Bedeutung katholischer Klöster dargestellt. (Analecta Cisterciensia) [...] äußerst anregende und ausgezeichnete Untersuchung [...] Ein Standardwerk. (Die Tagespost) [...] eine notwendige, gut gestaltete, mit Empathie geschriebene und wie meist bei englischen Autoren auch sehr lesbare Darstellung eines vernächlässigten Themas. (Schweizerische Zeitschrift für Religions- und Kulturgeschichte) |