Auf dem Donskoe Friedhof in Moskau liegen 104 der letzten Stalin-Opfer, großteils Österreicherinnen und Österreicher. Sie waren noch in den letzten drei Jahren der Stalin-Herrschaft in Moskau erschossen worden. In geheimen Transporten in die Sowjetunion transportiert, hatte man sie für einige Wochen im größten Moskauer Gefängnis, der Butyrka, festgehalten und danach hingerichtet. Das häufigste Todesurteil lautete „antisowjetische Spionage“.
Bisher geheime Strafprozessakte aus dem einstigen KGB-Archiv, Gerichtsbescheide aus dem Staatsarchiv der Russischen Föderation sowie die Gnadengesuche der Hingerichteten ermöglichen erstmals eine Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der Besatzungszeit in Österreich. Das Buch beleuchtet die Biographien dieser späten Stalin-Opfer.
Pressespiegel[Stefan Karner] und seinen Mitarbeitern war es in Kooperation mit dem Moskauer Staatsarchiv möglich geworden, die Schicksale dieser besonderen Gruppe unter den letzten Opfern Stalins zu rekonstruieren und in der vorliegenden Dokumentation mustergültig zu dokumentieren.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung / Politische Bücher)
Das Buch [sollte] zur Pflichtlektüre aller „gelernten“ Österreicher gehören!
(Falter)
Die umfassende, berührende Dokumentation [...] gibt den hingerichteten Opfern ihren Namen und ihr Gesicht zurück. Ein wichtiges Dokument zur Aufarbeitung der Zeitgeschichte!
(Oberösterreichische Nachrichten)
Der gesunde Menschenverstand empört sich gegen den Geist von Anklageschriften, in denen behauptet wird, der Delinquent habe nachweislich einen russischen Flugplatz fotografiert und verdiene es, dafür hingerichtet zu werden.
(profil)
Stalin kannte kein Erbarmen. Noch in den drei Jahren vor seinem eigenen Tod 1953 ließ er 104 Österreicher in Moskau hinrichten. Ihre berührenden Lebensgeschichten wurden nun erstmals vom Grazer Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung untersucht.
(Kronen Zeitung / Krone bunt)