Sie fotografierte den Wiener Alltag und die elegante Welt der Haute Couture, städtische Kinderkrippen und schöne Frauen in extravaganten Kleidern. Sie dokumentierte eine Stadt der sozialen Widersprüche und die Welt des Konsums und des Glamour. Sie war Kommunistin und erfolgreiche Modefotografin. Die Lebensgeschichte und das fotografische Werk der Elly Niebuhr werden in diesem Buch erstmals umfassend vorgestellt. Ihre ersten Sozialreportagen machte Elly Niebuhr als 23-Jährige in Wien – am Vorabend des nationalsozialistischen Anschlusses. 1939 floh die Jüdin nach New York, wo sie als Porträtfotografin tätig war. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte sie nach Wien zurück und setzte – zunächst noch als überzeugte Linke – ihre Wiener Stadt- und Sozialreportagen fort. Bald aber wurde sie zur bekannten Modefotografin. Die Marke „Elly Niebuhr“ steht für den Optimismus der Nachkriegszeit, die „wilden“ 1960er und 70er Jahre, die Träume von Freiheit, Unbekümmertheit, Schönheit, Jugendlichkeit und Erotik. Elly Niebuhr lebt in Wien, im März 2010 wird sie 96 Jahre alt. Der bekannte Fotografiehistoriker Anton Holzer erzählt ihre Geschichte in zahlreichen beeindruckenden Bildern. Dr. Anton Holzer Anton Holzer, geb. 1964, Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Philosophie (in Innsbruck, Bologna und Wien), ist Herausgeber der Zeitschrit "Fotogeschichte". Er arbeitet als Fotohistoriker, Publizist und Ausstellungskurator in Wien. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Fotografie- und Kulturgeschichte. PressespiegelDie österreichische Fotografin Elly Niebuhr ist eine stille Größe. Zwar hat die heute 95-jährige österreichische Fotografiegeschichte mitgeschrieben, ihr Werk geriet aber in Vergessenheit. Bis der Fotohistoriker Anton Holzer diesen Schatz vor kurzem gehoben hat. (ORF TV / a.viso) Ein sehr modernes Werk, ein Nebengebäude der europäischen Fotografiegeschichte ist endlich wieder zugänglich. (Die Welt) |